17. November 2010 - 14:00 Uhr

Dr. Heinzpeter Hempelmann ist Pfarrer, Philosoph, Theologe & Autor. Die Leitfragen mit denen er sich beschäftigt sind: Was denken die Menschen? Wie ticken Menschen? Wie können wir Unerreichte mit dem Evangelium erreichen? Dr. Hempelmann ist verheiratet und hat zwei Kinder.
OnlineRedaktion: Was beschäftigt Sie zur Zeit in Bezug auf die Konferenz “Gemeinde 2.0″?
Dr. Hempelmann: Mich beschäftigen unter anderem die Fragen: Wie können wir die unglaubliche Vielfalt von Aufbrüchen, Ideen, Konzepten und Modellen zur Geltung bringen, und wie schaffen wir es, Menschen zu G2 zu bringen, damit sie all das sehen und sich anregen lassen?
OnlineRedaktion: Wem empfehlen Sie persönlich die Konferenz und aus welchem Grund?
Dr. Hempelmann: Da nehme ich niemanden aus. Aber natürlich sind die Haupt- und Ehrenamtlichen im Fokus die Verantwortung für Kirche und Gemeinden übernommen haben und sich Gedanken machen über den zukünftigen Weg der Kirche. Wir nehmen auf breiter Front wahr, daß viele von den Menschen, die zur Kirche gehören, keinen oder kaum einen Kontakt zu ihr haben. Von den Entkirchlichten und Ausgetretenen und Konfessionslosen ganz zu schweigen. Wir brauchen dringend einen geistlichen Adrenalinstoß, modern ausgedrückt: ermutigende Perspektiven; Menschen, die uns zeigen: So kann es – mit Gottes Hilfe – gehen.
OnlineRedaktion: Was wird der Beitrag des ZMiR sein, wenn es um ‘frische Formen für Kirche’ in der Zukunft geht?
Dr. Hempelmann: In der EKD gibt es auf breiter Front eine neue Offenheit für das Thema Mission; es gibt sogar eine Sicht dafür, daß Mission notwendig ist. Das ZMiR will beitragen einerseits zu einem Mentalitätswandel, der auch an der Basis, den Kirchengemeinden und Pfarrern/innen ankommt; andererseits wollen wir unter dem Schild “Region” dafür werben, den Blick über die Parochie hinaus zu weiten und mit frischen, neuen, ergänzenden Formen von Kirche noch mehr und ganz andere Menschen für das Evangelium zu gewinnen.
OnlineRedaktion: Was erhoffen Sie sich persönlich von der Konferenz?
Dr. Hempelmann: Sehr viel. Unter anderen, daß Menschen ermutigt mit anhaltenden Impulsen nach Hause fahren; daß kirchenleitende Persönlichkeiten zu Kommunikatoren ergänzender frischer Formen von Kirche werden; daß junge Menschen entdecken, welche enormen missionarischen Möglichkeiten evangelische Kirche heute bietet und daß sich lohnt, hier mit zu tun.
OnlineRedaktion: Herzlichen Dank Herr Hempelmann für das Interview und bis bald!